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Gastspiele im Stadttheater
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Am 14. Februar 1889 öffnete das „Stadttheater Cöpenick“ in Klein´s Hotel am Alten Markt in Cöpenick erstmals seine Pforten. Man gab den Schwank „Wie man sich eine Frau verschafft“. Und damit war die künstlerische Ausrichtung des Theaters festgelegt. Amüsante Unterhaltung im Sinne des Boulevard-Theaters. Stargäste in den darauf folgenden Jahren waren damals unter anderem Claire Waldoff, Hilde Hildebrandt, Helmut Zacharias um nur einige zu nennen. Allerdings musste das ursprüngliche Theatergebäude Anfang der 50er Jahre wegen Baufälligkeit abgerissen werden und Köpenick hatte für viele Jahre kein Theater mehr.

Das Stadttheater Cöpenick um 1900  
  Das Gebäude des „alten“ Stadttheaters um 1900  

Die Wendezeit brachte die Rückbesinnung aufs Regionale, den Heimatbezirk, den Kiez. Am Gründonnerstag 1992 schlug die Stunde der Wiedergeburt des „Stadttheater Cöpenick“ mit der Aufführung von „Wat braucht der Berliner“ im Festsaal des Köpenicker Rathauses. Das Ensemble fand in der Kunstfabrik Köpenick (als Träger des Theaters) ein Dach über dem Kopf und Bretter unter den Füßen. Dazu wurde ein für Berlin einzigartiges Konzept zur Pflege der Bühnentradition entwickelt: Die Entwicklung zum Familientheater, mit Märchen- und Puppenspielveranstaltungen für Kinder, Komödien, Kabarett und Kleinkunstprogrammen für die ganze Familie.

Das neue Stadtheater Cöpenick in der Friedrichshagener Straße, am Krusenick  
  Das „neue“ Stadttheater in der Friedrichshagener Straße 9  
Viele bekannte Künstler von Theater, Film und Fernsehen waren am „Stadttheater Cöpenick“ engagiert oder traten hier auf. U.a. war der bekannte DFF-Fernsehstar Manfred Richter hier jahrelang in den verschiedensten Rollen zu erleben. Gäste der regelmäßig stattfindenden Sonntagsmatineen waren u.a.: Dieter Hildebrandt, Uwe Steimle, Annekathrin Bürger, Julia Axen, Lutz Stückrath, Dieter Mann, Inge Keller... Die Liste ist lang und ständig gibt es neue Anfragen.
 
  „Nathan der Weise“ Premiere im Februar 2010  

Mehr als 120.000 Besucher konnten seit Mitte 1994 (Wiederaufnahme des regelmäßigen Spielbetriebes) 105 Eigenproduktionen, darunter 36 Märchen und Puppenspiele auf der kleinen Bühne in der Friedrichshagener Straße 9 erleben. Ein Höhepunkt in der Geschichte des Theaters waren die Aufführungen im Festsaal des Rathauses Köpenick, wo am historischen Ort des Geschehens, das Stück von Zuckmayer „Der Hauptmann von Köpenick“ die Zuschauer in seinen Bann riss. (Stand Dezember 2010)

 
  Szene aus: „Der Hauptmann von Köpenick“ (2006)  

Aktuell sind für Kinder im Spielplan: „Peter und der Wolf“ (Szenenfoto); „Die 3 Schweinchen“, „Der Struwwelpeter“ sowie „Max und Moritz “ im Spielplan.
Für die Spielzeit 2011/2012 hat sich die Kunstfabrik wieder viel vorgenommen. Im Oktober wird die Komödie „Ganze Kerle“ (nach dem überragenden Publikumsresonnazen für „Ganz oder gar nicht - Ladies Night“ konnte nur etwas Ähnliches geplant werden!) das Publikum begeistern und „Frau Holle “ wird für die Jüngsten den Spielplan bereichern, während zum Jahreswechsel Szenen aus „Loriots dramatische Werken“ zur Premiere gelangen.

Szenenfoto: Peter und der Wolf  
  Szene aus: „Peter und der Wolf“  
Das Theater kann sowohl mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Tram 60, 61; Haltstelle Gelnitzstraße; Bus 269 Haltestelle Bellevuepark), als auch mit dem PKW besucht werden. Parkplätze sind in der Umgebung in ausreichender Zahl vorhanden.
Das „Stadttheater Cöpenick“ wird durch das Kulturamt
des Bezirkes Treptow-Köpenick gefördert!